| Lonesome Rider |
|
238 km – 301 km – 386 km (Infos von Georg Smolka) Nach der vielen Orga-Arbeit für das Radsport-Festival und einem anschließenden Urlaub hat Georg Smolka nun wieder viel Zeit für seine Lieblingsbeschäftigung: im Sattel sitzen und in die Pedale treten. Und da kein Büro mehr ruft, kann er – wenn ihm der Sinn danach steht – dieser Beschäftigung auch mitten in der Woche den ganzen Tag lang nachgehen. Im August hat er sich deshalb mehrere Ziele für überlange Touren ausgesucht. Angefangen hat’s mit der Umrundung des Waginger Sees – wohlgemerkt mit Startpunkt in Holzkirchen. Nach 238 km war er wieder daheim und es hat im nicht gereicht. Das nächste Unterfangen hieß daher: einen Espresso oben auf dem Brenner trinken. Hin und zurück sind das schlappe 301 km mit 2400 hm. Gesagt, getan! Hier Georgs Tipps für diese Tour: – am Achensee ab Achenkirch die alte Uferstraße nehmen, denn Radler, die durch die Galerien und Tunnel fahren, müssen mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen! – über den Abkürzer Maurach –Jenbach (20% Gefälle) „hintenrum“ bis Vomp fahren. – ab Schwaz weiter auf der Bundesstraße 171 (erfreulich wenig Verkehr) bis Hall. – von dort empfiehlt sich ein angenehmer, weil quasi verkehrsfreier Abkürzer über Ampass, Aldrans und Patsch (400 moderate Hm); man fährt dann hoch über der Europabrücke und auf einer welligen Straße bis Pfons und steil hinunter nach Matrei. – bis hinauf zum Brenner bleibt dann nur die Bundesstraße, aber an einem Montag hält sich auch da der Verkehr in Grenzen. – Rückfahrt identisch, bis auf die Abfahrt bis Innsbruck auf der Direttissima über die alte Brennerstraße und weiter bis Hall. Nach dem Espresso – oder waren es zwei? – wurde Georg auf der Abfahrt nach Innsbruck bei Matrei von einem Gewitter überrascht. Auf dem Rest der Strecke blieb es bei leichtem Nieselregen. Unser Lonesome Rider hatte damit nach eigener Aussage noch „ein Riesenglück“... ... und plante gleich die dritte, noch längere Tour. Ziel war Bogen bei Straubing. Entfernung: 201 km... einfach. Zurück in Holzkirchen sollten 386 km bei einem knappen 29er-Schnitt auf Georgs Tacho stehen. Bewusst gewählt hatte er für diese Distanz einen eher flachen Parcours die Isar hinunter bis zur Donau und über sie hinweg. Georgs Kommentar: „Eigenartig bei einer so langen Tagesetappe ist nur, dass man nach knapp 200 km immer noch auf sein Ziel zufährt und weiß, dass das Ganze genau so weit zurück geht, bevor man es geschafft hat.“ Der zunehmende Ostwind am Nachmittag machte die Sache allerdings ein wenig leichter. Auch wenn das Nachfassen von Getränken und Stehenbleiben zur Orientierung auf den Nebenstraßen ein wenig Zeit kostete – wie wär’s mit GPS? – war unser Ausdauersportler bei Einbruch der Dunkelheit nach knapp 15 Stunden (reine Fahrzeit 13,5 Std.) wieder daheim. Und er wird noch weitere solcher Touren in Angriff nehmen, denn er war bereits am Tag darauf wieder topfit, hatte keinerlei Verspannungen und saß bereits drei Tage später wieder über 100 km im Sattel. |
| Aktualisiert ( Samstag, den 21. März 2009 um 20:07 Uhr ) |

